Anlässlich der IFEX-Messe 2012 in Stuttgart, auf der sich zahlreiche Billardhersteller und -händler präsentierten, suchten billardpro.de und Double Dave Cues nach dem perfekten Queue für Anfänger. Fünf Pool-Billard-Queues zwischen ca. 50,- und 200,- Euro waren im Rennen:

Der Versuchsaufbau

Alle Queues wurden mit schwarzem Klebeband abgeklebt, sodass auch Experten nicht erkennen konnten, welche Marke hinter jedem Queue steckte. Jedes Queue erhielt das gleiche Leder, ein Kamui black soft. Die Queues wurden nummeriert und dann den Besuchern zur Verfügung gestellt. Jeder Besucher, ob Laie, Freizeitspieler oder Experte, konnte die Queues auf dem Billardtisch von billardpro.de testen und den Fragebogen ausfüllen. Da Laien und Experten sicher unterschiedlich bewerten, welche Queues für Einsteiger gut geeignet sind, wurde auf den Fragebögen der eigene Kenntnisstand abgefragt. In der Auswertung haben wir Laien und Experten unterschieden.

Die besten Queues für Anfänger: Viking, Demon und Fury

Insgesamt füllten 53 Besucher den Fragebogen aus, 16 Experten und 37 Laien. Bei der entscheidenden Frage „Welches Queue ist am besten für Anfänger geeignet?“ waren die Queues wie folgt platziert: 1. Viking, 2. Fury, 3. Demon (Experten: 1. Viking, 2. Demon / Joss; Laien: 1. Fury, 2. Demon, 3.Viking). Wegen der recht geringen Zahl an Testern sollten die Platzierungen unter den Top 3 nicht zu stark gewichtet werden, da diese Queues manchmal nur um 1-2 Stimmen auseinanderlagen. Doch zusammen mit den Antworten auf die weiteren Fragen ergibt sich durchaus ein aussagekräftiges Ergebnis.

Die meiste Kontrolle geben Viking, Joss und Players

Während das Players HXT30 mit seinem Low-Deflection-Oberteil bei den besten Einsteigerqueues nicht punkten konnte, ist es hier jetzt mit dabei: 1. Viking / Joss, 3. Players (Experten: 1. Viking / Players, 3. Joss; Laien: 1. Joss, 2. Fury / Players). Das ist auch kein Wunder, erhalten die Players-Queues der HXT-Reihe großes Lob aus allen Ecken, zumal sie zu einem sehr guten Preis am Markt erhältlich sind. Das Viking und das Joss waren wieder beide in den Top 3 dabei.

Beste Wirkung erzeugt das Players

Nicht unbedeutend ist für Anfänger, wie leicht sich Wirkung am Ball erzeugen lässt, für Rückläufer, Nachläufer und Stoppbälle, was am Anfang zu den schwersten Aufgaben gehört. Hier kann es helfen, wenn das Queue etwas unterstützt. Hier gab es ein sehr enges Rennen um die Plätze 2-5, da das Players sich hier hier deutlich auf Platz 1 schob. Insgesamt sah das so aus: 1. Players 2. Viking, 3. Fury / Joss (Experten: 1. Players, 2. Viking, 3. Demon; Laien: 1. Joss, 2. Fury / Players).

Bestes Stoßgefühl: Kein Weg führt vorbei an Players, Viking und Joss

Zugegebenermaßen das subjektivste Kriterium: „Welches Queue gibt Ihnen das beste Stoßgefühl?“, wurden die Tester gefragt. Players, Viking und Joss waren im Gesamtergebnis fast gleichauf, während sich in den Gruppen Laien und Experten Unterschiede auftaten: 1. Players 2. Viking / Joss (Experten: 1: Viking, 2. Players, 3. Joss / Demon / Fury; Laien: 1. Players / Joss, 3. Demon / Viking).

Welches ist insgesamt das beste Queue?

Interessant war dann noch das Ergebnis auf die Frage nach dem besten Queue. Die Tester wurden bei dieser Frage gebeten, jedem Queue eine Schulnote von 1-6 zu geben. Hier weichen die Angaben deutlich von der Frage nach dem besten Einsteigerqueue ab (Durchschnittsnoten):

  1. Viking: 2,24
  2. Players: 2,36
  3. Joss: 2,39
  4. Fury: 2,43
  5. Demon: 2,8

Während ein Queue wie das Demon bei den Einsteigerqueues unter den Top 3 und mit ca. 50,- Euro das günstigste Queue im Test war, schnitt es bei dieser Frage etwas schlechter ab. Aber: Alle Queue liegen eng beieinander und haben eine 2 vor dem Komma. Das Players hingegen ist hier knapp auf Platz 2, verpasste hingegen bei der Frage nach dem besten Einsteigerqueue die Top 3. Das passt dazu, dass manche Experten Anfängern von Low-Deflection-Queues abraten.

Fazit: Das beste Pool-Billard-Queue für Anfänger

Bei einem Budget ab 120,- Euro kann die Wahl für einen Einsteiger eindeutig auf das Viking und das Joss fallen. Und auch wenn es nicht als bestes Einsteiger-Queue genannt wurde, sind die Players-HXTs einfach zu gut, um nicht genannt zu werden. Für leicht Fortgeschrittene, die schon über eine solide Grundtechnik verfügen, sind die HXTs auf jeden Fall geeignet und für Preise ab 120,- Euro ein echtes Schnäppchen.

Für niedrigere Budgets konnte das Demon DF0 mit ca. 50 Euro überzeugen, platzierte es sich doch sowohl bei Laien als auch Experten unter den ersten drei Queues.

Eher farblos blieb das Fury-Queue. Nicht sehr gut und nicht sehr schlecht, mittlerer Preis, also im Mittelfeld.

Insgesamt war der Test eine interessante Premiere. Die Tester hatten viel Spaß, besonders die Experten hatten großen Spaß daran, die Queues nur am Spielverhalten zu erkennen. Manch einer lag hier recht gut, der eine oder andere aber auch voll daneben. Beeindruckend der Kommentar eines Experten, der, ohne zu wissen, welche Marken überhaupt im Test waren, das erste Queue zur Hand nahm und nach drei Stößen sagte: „Plays like a f*****g Viking!“ Er hatte recht.